Schulschiff DEUTSCHLAND

Das ehemalige Segelschulschiff DEUTSCHLAND wurde bereits vor über 90 Jahren „zu Wasser gelassen“, der sogenannte Stapellauf erfolgte im Juni des Jahres 1927. Erbaut wurde dieses in der deutschen Werft Joh. C. Tecklenborg, Geestemünde (Bremerhaven). Es gilt als das letzte deutsche Vollschiff. Um den Erhalt als maritimes Kulturdenkmal sieht sich der „Deutsche Schulschiff-Verein e.V., Bremen“ verantwortlich. Der beeindruckende Dreimaster ist ein echter Hingucker, wurde allerdings ausschließlich gebaut, um den Nachwuchs für Großsegler auszubilden. Die Ausbildungsfahrten erfolgten teilweise sogar bis nach Rio den Janeiro oder auch Kapstadt. Nach 12 Überseereisen und 17 Fahrten in näherem Gewässer, nahm die letzte Reise im März 1939 ein Ende.

Während des Krieges wurden mehrere Hundert Offiziersanwärter auf dem Schulschiff ausgebildet. Kurzzeitig wurde es allerdings auch als Lazarettschiff genutzt und auch diente es von 1949 bis 1950 als Jugendherberge. Ab 1952 bis 1972 galt das Segelschulschiff als stationäre Seemannschule an einem festen Liegeplatz in Bremen-Woltmershausen. Anschließend erfolgte eine Nutzung unter anderem als Ausbildungswerkstatt.

Ab 1995 wurde das Schulschiff DEUTSCHLAND aufwendig restauriert, um es wieder in einem möglichst originalgetreuen Zustand zu bringen. Den heutigen Liegeplatz in Bremen-Vegesack hält es seit Mitte Juni des Jahres 1996 inne.

 

Aktuelle Nutzung des ehemaligen Schulschiffes

Das Schulschiff DEUTSCHLAND gilt heute als eine der touristisch bedeutendsten Attraktionen der Stadt Bremen. Nicht verwunderlich also, dass es schon Gast bei der SAIL in Bremerhaven war, einem der weltweitgrößten Windjammer-Treffen. Es kann nicht nur besichtigt werden, sondern zudem auch als Unterkunft über Nacht sowie als Feier-Location, Tagungs- und Ausstellungsstätte gebucht werden. Selbst standesamtliche Trauungen finden hier in regelmäßigen Abständen statt.

Wenn man sich für eine Besichtigung des Schiffes entscheidet, kann man dieses entweder im Alleingang oder aber man schließt sich einer professionellen Führung an. So kann man während des Rundgangs all seine Fragen zum Schiff und dessen Nutzung beantwortet bekommen und zudem jede Menge an spannenden Hintergrundinformationen in Erfahrung bringen.

Zum Schulschiff passende Souvenirs können direkt an Bord in einem kleinen Kiosk erworben werden. Ob Schlüsselanhänger, Postkarten, Tassen, Kleidung, Bilder oder andere interessante Dinge – hier lässt sich für jeden Besucher an passendes Andenken finden.

(RG)

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