U-Boot-Bunker Valentin

EIN RELIKT AUS DER VERGANGENHEIT – DER U-BOOT-BUNKER VALENTIN BREMEN

Der U-Boot-Bunker Valentin Bremen galt als Ort der Erinnerung. Er erinnert an die Verbrechen des NS-Regimes im Krieg. Wenn alte Mauern sprechen könnten, die Gedenkstätte Bunker Valentin hätte viel zu erzählen.

 

WISSENSWERTES ÜBER DEN BUNKER

Hierbei handelt es sich um eine Ruine, die aus einer U-Boot-Werft der deutschen Kriegsmarine stammt. Diese Ruine hat eine schwere Geschichte zu tragen, denn sie stammt aus dem 2. Weltkrieg.

Der U-Boot-Bunker Valentin in Bremen umfasst 35.000 Quadratmeter Fläche. Somit handelt es sich um den größten freistehenden Bunker, den die Bundesrepublik Deutschland besitzt. In den Kriegsjahren 1943 bis 1945 wurde in diesem Anwesen Zwangsarbeit verrichtet. Tausende Menschen aus ganz Europa wurden nach Bremen gebracht, damit sie hier ihren harten Dienst leisten konnten. Kriegsgefangene, KZ-Häftlinge, aber auch Zivilarbeiter wurden im U-Boot-Bunker Valentin untergebracht, um vor Ort diverse kräfteraubende Bauarbeiten zu tätigen. Tausende Menschen mussten hier ihr Leben lassen. Sie starben an Unterernährung, erkrankten schwer oder wurden durch willkürliche Tötungen hingerichtet. Was als größtes Rüstungsprojekt der Kriegsmarine gedacht war, galt in Folge als Lager für zahlreiche Fremd- und Zwangsarbeiter sowie KZ-Häftlinge.

Da die deutschen Werften nicht immer sicher waren und sich die Bombenangriffe immer mehr häuften, wurde die Überlegung angestellt, bombensichere Werften in Bunkern zu integrieren. Die Produktion von U-Booten sollte nicht weiter eingeschränkt bleiben, dafür sorgte eine meterdicke Schicht. Im U-Boot-Bunker Valentin besteht diese Schicht aus einer 7 Meter dicken Spannbeton Decke.

Im Jahre 1942 schlug die Geburtsstunde des Bunkers. Albert Speer, der Rüstungsminister, gab zu dieser Zeit einen Plan heraus, der sich mit dem Bau der größten Bunkerwerft beschäftigte. Albert Speer gilt als Nachfolger von Fritz Todt, der tödlich verunglückte.

Es wurde ein Platz in Deutschland gewählt, der anhand seiner guten Infrastruktur überzeugen konnte. Deshalb wurde die Stadt Bremen auserwählt, die Anbindung an die Weser galt damals als Anreiz dafür. Auch die arbeitslosen Zwangsarbeiter, die zur damaligen Zeit in den Bremer Großwerften untergebracht waren, wurden zur Projektumsetzung in der Zeit von 1943 bis 1945 eingesetzt. Sie mussten mit vielen weiteren Zwangsarbeitern aus ganz Europa Schwerstarbeit leisten.

Die Planungsvorgaben erteilten die Marinebaudirektion Hamburg und die OT-Einsatzgruppe Hansa aus Wilhelmshaven. Die Planung, die Konstruktion und die konstruktive Verantwortung wurden von der Arbeitsgemeinschaft Agatz & Bock übernommen. Ihr Firmensitz war in Berlin und Köln. Da dieses Unternehmen bereits mit der Planung der U-Boot Bunker am Atlantik betraut war und große Erfahrungen im Bau von Bunkeranlagen sammeln durfte. Gesamt waren es mehr als 50 Firmen, die am Bau des U-Boot-Bunkers Valentin in Bremen beteiligt waren.

Das Fundament des Betons wurde im Oktober des Jahres 1943 gegossen, im Frühling darauf – März 1944 – war Bunker Valentin zu einem großen Teil fertiggestellt. Er hätte die gigantische Grundfläche von 50.000 m² erreicht. Am 27. März 1945 wurde der U-Boot Bunker Valentin dann von den Alliierten bombardiert. So wurden die Bauarbeiten eingestellt.

 

BAUTECHNISCHE DATEN ÜBER DEN BUNKER

Der U-Boot-Bunker Valentin in Bremen weist eine Länge von 419 Metern auf, damit ist es das längste Gebäude, welches die Stadt Bremen besitzt. Das 2-längste Gebäude ist 403 Meter lang, es ist der Speicher XI im Bremer Stadtteil Überseestadt. Die Breite im Osten beläuft sich auf 67 m. Im Westen ist der Bunker etwas breiter – genau genommen 97 m. Die Höhe außen beläuft sich auf 22 m. Die Innenhöhe erreicht 18 m.

 

DER BUNKER UND SEINE HEUTIGE NUTZUNG

Heute ist der Bunker eine wichtige Erinnerungsstätte als auch ein Mahnmal an die damalige Zeit.

Über eine Sprengung des Bunkers wurde einst nachgedacht. Dieser Gedanke wurde aber wieder verworfen. In den 60-er Jahren nutzte die Bundesmarine diese Anlage für ihre Zwecke. Im Jahre 2010 hat der der Senat der Freien Hansestadt Bremen beschlossen, den U-Boot-Bunker Valentin in Bremen als Gedenkstätte und auch als Mahnmal wieder neues Leben einzuhauchen.

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